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ROTE LISTE DER GEFÄHRDETEN ANTIKEN KAMBODSCHAS |
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Über zwei Jahrtausende haben die Khmer Objekte geschaffen, die wegen ihres ästhetischen Wertes besonders geschätzt sind. Viele solcher Objekte sind integraler Bestandteil von Tausenden von historischen Stätten überall in Kambodscha, heute Zeugnisse der reichen Geschichte des Königreichs. Die prähistorische Geschichte Kambodschas ist immer noch weitgehend unerforscht. Die Plünderung von historischen Stätten aller Zeitepochen aus Kambodschas Vergangenheit nimmt der Welt die Chance, die einzigartigen Anfänge wie auch die weitere Entwicklung der Khmer-Zivilisation zu verstehen. So erscheint es dringend geboten, dem illegalen Handel mit Antiken aus Kambodscha ein Ende zu setzen.
Die Rote Liste umfasst folgende Kategorien von Objekten :
(Die Objekte sind nach Materialgattungen geordnet. Die Aufnahmen für die Abbildungen der einzelnen
Kategorien wurden vom Kambodschanischen Nationalmuseum, von der École Française d'Extrême-Orient
sowie von der Heritage Watch zur Verfügung gestellt, bei den Bildnachweigsen abgekürzt als NMC,
EFEO und HW. Die ausgewählten Aufnahmen stellen keine gestohlenen Objekte dar, sie stellen vielmehr
Vergleichsobjekte zu den Objektkategorien, die vom illegalen Handel betroffen sind. Innerhalb dieser
Kategorien sind die Objekte in vier Zeitperioden dargestellt.)
METALL (darunter Bronze, Kupfer, Eisen, Gold und Silber)
STEIN (einschließlich Halbedelsteine)
KERAMIK UND GLAS
ORGANISCHES MATERIAL
Kontext

Die kambodschanische Regierung ergreift weitreichende Maßnahmen, um das Kulturerbe des Landes zu schützen, aber trotzdem kann den verbreiteten Plünderungen und der Zerstörung von archäologischen Fundstätten nicht Einhalt geboten werden. Schon seit Jahrzehnten haben es die Plünderer vor allem auf Bronzen und Steinskulpturen aus der Angkor- und Post-Angkor-Periode abgesehen. Mit der Plünderung von prähistorischen Friedhöfen ist das ganze Land unlängst von einer neuen Zerstörungswelle betroffen worden.
Die Suche nach antiken Kunstgegenständen wird durch die Nachfrage in Kambodscha wie auch auf dem internationalen Markt angeheizt. Der illegale Handel mit Gegenständen aller Art und Material, von der prähistorischen Periode bis zum 19. Jahrhundert, entzieht dem Land sein reiches Kulturerbe. Skulptur, Bauzier, altertümliche Kultgegenstände, Bronzen, kunsthandwerkliche Arbeiten aus Eisen sowie Objekte aus Holz und Keramik werden immer noch in einem erschreckenden Umfang illegal exportiert.
Kambodschas kulturelles Erbe ist für die Bevölkerung von herausragender Bedeutung. Der Stolz auf das Kulturerbe Kambodschas kommt in der Entscheidung zum Ausdruck, die antike Tempelanlage von Angkor Wat als Symbol in die Landesflagge aufzunehmen. Ferner ziehen die historischen Stätten wie der Archäologische Park von Angkor Touristen aus aller Welt an und stellen damit eine wirtschaftliche Ressource für Kambodscha dar. Aus diesen Gründen werden Bedrohungen des kambodschanischen Kulturerbes von der internationalen Gemeinschaft ernst genommen.
Zielsetzung
U.S. Department of State